Die Bootsfahrt vom Mekong Delta nach Phnom Penh dauerte etwa 4 Stunden und war ziemlich angenehm, da wir uns die einzigen freien Plaetze am "Oberdeck" ergatterten und somit den frischen Fahrtwind geniessen konnten und nicht wie die Oelsardienen unter Deck - in der teils unertraeglichen Hitze - schwitzen mussten. Zusammen mit unseren zwei Hollaendischen Freundinnen, die das gleiche Ziel vor Augen hatten, genossen wir also die vorbei ziehenden Landschaften und frische Luft, wobei sich Phillip einen schoenen Sonnenbrand zulegte. Die Passkontrolle fuer die Einreise nach Kambodscha folgte irgendwo im Niemansland, wobei alle von Board gehen und die Formalitaeten ueber sich ergehen lassen mussten.
Wie aus dem Nichts tauchte nach ca. 4 Stunden Kambodscha's Hauptstadt Phnom Penh vor uns auf und schon wenig spaeter legten wir im Zentrum an der Uferpromenade an. Wir teilten uns mit den Hollaenderinnen, Anna und Hylke, ein Taxi zum Hostel, was sie sich bereits vorher ausgeguckt hatten, um ebenfalls dort einzuchecken. Auch diesmal wurden wir nicht enttaeuscht.
Phnom Penh war fast wie eine Erholung fuer uns. Wenngleich die Stadt ebenso seine chaotischen Seiten hat, so gibt es hier viel weniger Mofas und Gehupe als in Vietnam. Wir machten uns allerdings noch am gleichen Tag auf den Weg zu einem Gefaengnis-Museum, welches waehrend des Roten Khmer Regimes als Folterstaette fuer politsche Gefangene diente. Die Schicksale der Menschen bewegten uns sehr, zumal hier die Roten Khmer Anhaenger ihre eigenen Volksleute, teilweise sogar Nachbarn, auf abscheuliche Weise folteren und ermordeten. Die Einzelheiten dieser Volksphilophie lassen sich ueberall im Internet auch nachlesen.
Nach dieser emotionalen Anstrengung, goennten wir uns eine gesunde Staerkung am fruehen Abend, fielen aber danach relativ frueh ins Bett, zumal wir am naechsten Tag schon wieder einiges besichtigen wollten.
Am naechsten Tag machten wir uns also auf den Weg zu den Killing Fields, waehrend Anna und Hylke schon nach Siem Reap und Angkor Wat vorfuhren. Die Killing Fields sind ebenfalls ein Mahnmal und zugleich eine Ruhestaette fuer tausende getoetete Kambodschaner waehrend des Roten Khmer Regimes. Man bekam anhand vieler Einzelschicksale einen bewegenden Eindruck in die Grausamkeiten der noch sehr praesenten Epoche (1975-1979). Da das Regime seinerzeit kein Geld fuer Munition hatte und/oder sparen wollte, wurden die Gefangenen- vom Kleinkind bis zur Grossmutter- auf unmenschliche Weisen umgebracht.
Abermals von all den Grausamkeiten erschoepft, goennten wir uns am Nachmittag ein bisschen Erholung und schlenderten nur durch die Stadt ohne nennenswertes Ziel.
Den Bus fuer den naechsten Morgen schon gebucht, hiess es mal wieder um 6 Uhr aufstehen, denn auch wir wollten weiter nach Siem Reap, dem Dreh-, und Angelpunkt fuer alle Angkor Wat Touristen. Anna und Hylke waren wieder so nett und hatten uns schon im Voraus ein Zimmer in Ihrem Hostel gebucht, so dass wir bereits einen Anlaufpunkt hatten, was viel Zeit und Muehen sparte.
Siem Reap entpuppte sich als durchaus charmante, kleine Stadt, allerdings auch als Backpacker-Hochburg und dementsprechend kommerzialisiert. Dennoch genossen wir einmal mehr die lokalen Annehmlichkeiten und goennten uns am Abend mit Anna und Hylke ein paar Bierchen und eine leckere lokale Spezialitaet, den so genannten Amok-Fisch.
Am naechsten Morgen klingelte unser Wecker schon um 5 Uhr, denn wir wollten Angkor Wat bei Sonnenaufgang erleben. Unser Guide und Tuk Tuk Fahrer warteten schon vor dem Hostel und so ging es noch im Dunkeln in Richtung Angkor Wat. Leider wurde es nichts mit den Bilderbuch-Aufnahmen, da es bewoelkt war. Trotz der Fruehe war Bea schon beim ersten Fruehstuecksstop hellwach. Auf der Damentoilette begegnete sie einer Teller-grossen, giftigen Spinne. Vom Klo aus sass sie also quasi Aug-um-Aug der Spinne gegenueber, was einen lauter Aufschrei nach sich zug, denn ihr Rucksack stand nur etwa 20 Zentimeter von der Spinne entfernt. Todesmutig oeffnete sie die Tuer und konnte so dem Grauen entkommen. Ein unscharfes Foto folgt.
Trotz dieses anfaenglichen Schreckens wurde der Tag ein voller Erfolg und wir wanderten ueber 6 Stunden durch die diversen Tempelanlagen und liessen uns die Historie erklaeren. Der Guide war Gold wert, denn wir sparten viele Umwege und sahen in der Kuerze der Zeit die wichtigsten und schoensten Tempel und lernten viele Hintergruende ueber Kambodscha und Angkor Wat kennen.
Am Nachmittag liessen wir uns voellig erschoepft zum Hostel zurueckfahren. Sightseeing kann anstrengend sein ;-)
Zur Belohnung liessen wir uns im Zentrum noch zu einer Fussmassage ueberreden, welche von den sogenannten "Doctor Fish" Fischen erledigt wird. Mann laesst seine Fuesse in ein Becken hinein und sich dann so lange von den kleinen Fischen kitzeln bis die alte, abgestorbene Haut fast vollstaendig abgeknabbert ist. Dabei fiel auf, dass bei Bea's Fuessen fast doppelt so viele Fische zu Gange waren, wie bei Phillip ;-) Unten die Beweisfotos ;-)
Danach fuehlten sich die Fuesse ganz weich an. Mit diesem wohligen Gefuehl liessen wir den Tag mit einem Bummel ueber den lokalen Nachtmarkt ausklingen und bereiteten uns schon einmal mental auf unsere 10-Stuendige Busfahrt am naechsten Tag vor. Es sollte wieder nach Bangkok gehen.
Mehr folgt in Kuerze.
24. Januar 2012
17. Januar 2012
36 Grad und es wird noch heisser...
Schweren Herzens verliessen wir Hoi An schon nach zwei Tagen, hier haetten wir es durchaus noch laenger aushalten koennen aber unser Zeitplan liess einen laengeren Aufenthalt leider nicht zu.
Wir flogen von Da Nang (ca. 1 Stunde Autofahrt von Hoi An entfernt) nach Saigon. Mit der Ruhe war es hier schnell vorbei!
Tausende von Mofas kamen wie Bienenschwaden auf uns zugerast waehrend wir versuchten die Strasse zu ueberqueren. Rote Ampeln oder Zebrastreifen sind hier nur Kulisse und man tut gut daran, sich auf beides nicht zu verlassen. Schade, dass wir hier keinen Ton hochladen koennen, denn es war schon heftig, wie alle Mofas gleichzeitig permanent auf ihre Hupe drueckten um sich Raum zu verschaffen (gern auch auf den Gehwegen).
Nachdem wir uns in einem netten Hostal einquartiert hatten, besuchten wir das Historical War Museum, das auf eindrucksvolle Art und Weise die Erlebnisse und Bilder des Vietnam Krieges schilderte.
Obwohl es furchtbar war, die Grausamkeiten dieses Krieges vor Augen gefuehrt zu bekommen, wollten wir noch mehr ueber die Geschichte und den damaligen Krieg erfahren und entschlossen uns, am folgenden Tag die Tunnel zu besichtigen, die ca. 1,5 Std. Autofahrt von Saigon entfernt liegen.
Die Tunnel (insgesamt 250 Kilometer lang) wurden von nordvietnamesischen Kommunisten gebaut und verbanden mehrere unterirdische Bunker miteinander, in denen man sich waehrend des Krieges vor den Amerikanern versteckte. Teilweise lebten sie dort Monate gar bis zu einem Jahr, ohne Tageslicht zu sehen.
Auch wenn uns nicht ganz wohl bei dem Gedanken war, ueberwanden wir unsere Klaustrophobie und krochen gemeinsam mit anderen Besuchern in einen der Tunnel. Nach ca. 50 Meter reichte uns dann aber diese Erfahrung, denn es war extrem heiss, eng und stickig.
Nach den doch etwas erdrueckenden Erlebnissen freuten wir uns auf die kommenden Tage. Wir hatten eine Drei-Tages-Tour ins Mekong Delta gebucht, um von dort die Grenze zu Kambodscha zu ueberqueren.
Auch hier lernten wir wieder sehr nette Backpacker kennen, insbesondere freundeten wir uns mit zwei sehr netten Hollaenderinnen an, die die gleiche Tour wie wir gebucht hatten und mit denen wir eine nette Zeit verbrachten.
Im Mekong Delta besuchten wir eine Reis- sowie Reispapier Fabrik, fuhren in kleinen Padelbooten durch den Mekong River, besuchten den Floating Market und assen zum ersten Mal Schlangenfleisch. Ziemlich zaeh und ungeniessbar, naja sind ja so manche Schlangen :-)
Am dritten Tag stiegen wir auf ein Speedboot und fuhren - vorbei an einer wunderschoenen Landschaft - nach Phnom Pen, Hauptstadt von Kambodscha.
Wir flogen von Da Nang (ca. 1 Stunde Autofahrt von Hoi An entfernt) nach Saigon. Mit der Ruhe war es hier schnell vorbei!
Tausende von Mofas kamen wie Bienenschwaden auf uns zugerast waehrend wir versuchten die Strasse zu ueberqueren. Rote Ampeln oder Zebrastreifen sind hier nur Kulisse und man tut gut daran, sich auf beides nicht zu verlassen. Schade, dass wir hier keinen Ton hochladen koennen, denn es war schon heftig, wie alle Mofas gleichzeitig permanent auf ihre Hupe drueckten um sich Raum zu verschaffen (gern auch auf den Gehwegen).
Nachdem wir uns in einem netten Hostal einquartiert hatten, besuchten wir das Historical War Museum, das auf eindrucksvolle Art und Weise die Erlebnisse und Bilder des Vietnam Krieges schilderte.
Obwohl es furchtbar war, die Grausamkeiten dieses Krieges vor Augen gefuehrt zu bekommen, wollten wir noch mehr ueber die Geschichte und den damaligen Krieg erfahren und entschlossen uns, am folgenden Tag die Tunnel zu besichtigen, die ca. 1,5 Std. Autofahrt von Saigon entfernt liegen.
Die Tunnel (insgesamt 250 Kilometer lang) wurden von nordvietnamesischen Kommunisten gebaut und verbanden mehrere unterirdische Bunker miteinander, in denen man sich waehrend des Krieges vor den Amerikanern versteckte. Teilweise lebten sie dort Monate gar bis zu einem Jahr, ohne Tageslicht zu sehen.
Auch wenn uns nicht ganz wohl bei dem Gedanken war, ueberwanden wir unsere Klaustrophobie und krochen gemeinsam mit anderen Besuchern in einen der Tunnel. Nach ca. 50 Meter reichte uns dann aber diese Erfahrung, denn es war extrem heiss, eng und stickig.
Nach den doch etwas erdrueckenden Erlebnissen freuten wir uns auf die kommenden Tage. Wir hatten eine Drei-Tages-Tour ins Mekong Delta gebucht, um von dort die Grenze zu Kambodscha zu ueberqueren.
Auch hier lernten wir wieder sehr nette Backpacker kennen, insbesondere freundeten wir uns mit zwei sehr netten Hollaenderinnen an, die die gleiche Tour wie wir gebucht hatten und mit denen wir eine nette Zeit verbrachten.
Im Mekong Delta besuchten wir eine Reis- sowie Reispapier Fabrik, fuhren in kleinen Padelbooten durch den Mekong River, besuchten den Floating Market und assen zum ersten Mal Schlangenfleisch. Ziemlich zaeh und ungeniessbar, naja sind ja so manche Schlangen :-)
Am dritten Tag stiegen wir auf ein Speedboot und fuhren - vorbei an einer wunderschoenen Landschaft - nach Phnom Pen, Hauptstadt von Kambodscha.
8. Januar 2012
Ab in den Sueden, der Sonne hinterher...
Wer glaubt das Backpacken nur aus Sonne, Strand und Erholung besteht, dem muss widersprochen werden. Bei uns kann das Motto eher wie folgt beschrieben werden: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Weg kann manchmal anstrengend sein, wenn die Zeit in einem Land limitiert ist und man sich einiges an Strecke und Attraktionen vorgenommen hat.
Morgens um 3:15 Uhr des 4. Januars klingelte also schon wieder unser Wecker in Bangkok von wo wir dann mit Air Asia weiter nach Hanoi im Norden Vietnams abhoben. Zum Glueck hatten wir uns vorher wettertechnisch schlau gemacht, allerdings hatten wir nicht mit so niedrigen Temperaturen gerechnet. 5-10 Grad und Nieselregen empfingen uns im derzeit winterlichen Hanoi. Auch andere Backpacker merkten schnell, dass Flip Flops und kurze Hosen nicht die richtige Wahl waren. Im Hostal angekommen, war es zunaechst auch nichts mit aufwaermen, denn es gab einen Stromausfall, was wohl im alten Teil von Hanoi Gang und Gebe ist. Also machten wir uns warm eingepackt auf den Weg um die Altstadt zu erkunden, die zusammen mit dem Franzoesichen Viertel an einem grossen See im Zentrum Hanois liegt.Wenn man es erst mal geschafft hat den zahlreichen Mopeds und Fahrradfahrern erfolgreich auszuweichen, lohnten sich die Anstrengungen durchaus und wir genossen es durch die vielen kleinen Gassen zu schlendern und ins Vietnamesische Leben einzutauchen. Auch unser erstes lokales Essen entschaedigte fuer die Strapazen, so dass die Kaelte laengst vergessen war. Der Tag endete nach ein paar wohl verdienten Bierchen frueh im Bett unseres preiswerten Hostals, welches auch mit Strom nicht unbedingt charmanter wurde. Aber am naechsten Tag sollte es schon wieder frueh am morgen weiter gehen denn wir hatten fuer die folgenden zwei Tage eine Tour nach Halong Bay gebucht. Ohne organisierte Tour ist es leider schwer sich dort umzuschauen bzw. um auf eines der Boote zu kommen. Halong liegt ca. 3,5 Stunden von Hanoi entfernt und von dort steigt man dann auf eines der zahlreichen "Traumschiffe", die Touris wie uns hinaus zur Halong Bay fahren. Halong Bay gilt als eines der groessten Attraktionen Vietnams. Tausende von Felsen, die aus dem Meer ragen, erstrecken sich kilometerweit in der Bucht vor Halong. Landschaftlich schon recht schoen, aber insgesamt eine sehr touristische Veranstaltung – zu unserer Enttaeuschung. Aber von vorn: Wir wurden also morgens gegen 08:00 Uhr an unseren Hostal vom Bus abgeholt, der bereits mit Dutzenden Backpackern bis zum letzten Sitz vollgestopft war. Wir stiessen auf eine bunte Mischung aus Australiern, Canadiern, Polen, Hollaendern, Amerikanern und Franzosen die alle das gleiche Ziel wie wir hatten. In Halong angekommen wurden wir dann auf unser "Traumschiff" verfrachtet und schon ging es mit einiger Verspaetung raus aufs Meer. Vorbei an einem schwimmenden Fischeroertchen wurden wir bereits schon nach 30 Minuten vom Boot runtergefercht und besichtigten eine Tropfsteinhoehle. Wer wollte konnte danach noch Kajak fahren. Wieder zurueck an Bord kamen wir mit den anderen Backpackern schnell ins Gespraech und vergassen beim gemeinsamen Kartenspiel und Getraenk die Kaelte an Bord. Geschlafen wurde dennoch in voller Montur bzw. in allen Klamotten, die wir dabei hatten, da es verdammt kalt war! Somit kam trotz der durchaus schoenen Kulissen keine Romantik an Board auf.
Gegen Mittag des folgenden Tages ging es mit dem Bus schon wieder zurueck nach Hanoi. Die Zeit draengte, da wir unseren Anschlussbus weiter nach Hue bekommen mussten. Es blieben etwa 15 Minuten nachdem wir endlich in Hanoi ankamen, um zurueck zu unserem Hostel vom Vortage zu gelangen, da wir von dort von dem Nachtbus abgeholt werden sollten. Zu unserer Ueberraschung kam aber kein Bus, sondern ein “Kurier” auf dem Mofa. Er deutete uns auf Vietnamesisch an, dass wir beide mit unseren Rucksaecken und Daypacks aufsteigen sollten. Wir waren etwas verbluefft, denn schon fuer eine weitere Person allein, waere das Mofa bereits zu klein gewesen. Aber was nicht passend ist, wird hier passend gemacht und so fanden wir uns ein wenig spaeter zu dritt auf dem Mofa wieder und duesten durch die Strassen von Hanoi, immer hoffend, dass wir nicht umkippen oder irgendwo haengen bleiben. Aber die Vietnamesen sind Weltmeister wenn es darum geht, etwas auf dem Mofa zu transportieren – vom Kuehlschrank ueber Matrazen bis hin zum Sofa, alles wird auf dem Mofa von A nach B transportiert. Wir wurden dann an einer Bushaltestelle runtergelassen, ein Vietnamese der wie aus dem Nichts auf einmal auftauchte drueckte uns die zwei Bustickets in die Hand und verschwand genauso schnell wie er gekommen war. Hier stiegen wir also in den Nachtbus, der uns nach Hue bringen sollte. Er sah nicht aus wie auf den Hochglanzbildern der Travel Agency, aber das hatten wir schon erwartet und jetzt konnten wir es eh nicht mehr aendern. 14 Stunden fuhren wir also insgesamt und lagen wie die Oelsardinen auf Schlafbetten, Bea eingequetscht zwischen Phillip und einem nach Bratfett und Alkohol riechenden Franzosen. Verdammt anstrengend, aber auch das verbuchten wir unter der Rubrik "ok, es war mal eine Erfahrung".
Als wir morgens um 9 Uhr in Hue ankamen, waren die Temperaturen zum Glueck schon etwas hoeher, aber es regnete leider immer noch. Als wir den Taxi Fahrern und sonstigen Transporteuren, die jedesmal an den bekannten Backpacker-Bushaltestellen auf naïve Touristen lauern und ueberhoehte Fahrtkosten andrehen wollen, erst einmal entkommen waren, machten wir uns auf dem Weg zu unserem Hostal, um spaeter noch historische Sehenswuerdigkeiten zu besuchen. Da uns der Ort aber ansonsten nicht gefiel und das Wetter wie gesagt auch nicht mitspielte, entschlossen wir uns dazu, so schnell wie moeglich Richtung Sueden weiterzureisen, was am naechsten Tag der Fall sein sollte. Vorher goennten wir uns aber noch eine Massage fuer je 5 USD und trafen am Abend unsere Hollaendisch/Polnischen Backpacker-Freunde aus der Halong Bay zum gemeinsamen Essen.
Morgens um 3:15 Uhr des 4. Januars klingelte also schon wieder unser Wecker in Bangkok von wo wir dann mit Air Asia weiter nach Hanoi im Norden Vietnams abhoben. Zum Glueck hatten wir uns vorher wettertechnisch schlau gemacht, allerdings hatten wir nicht mit so niedrigen Temperaturen gerechnet. 5-10 Grad und Nieselregen empfingen uns im derzeit winterlichen Hanoi. Auch andere Backpacker merkten schnell, dass Flip Flops und kurze Hosen nicht die richtige Wahl waren. Im Hostal angekommen, war es zunaechst auch nichts mit aufwaermen, denn es gab einen Stromausfall, was wohl im alten Teil von Hanoi Gang und Gebe ist. Also machten wir uns warm eingepackt auf den Weg um die Altstadt zu erkunden, die zusammen mit dem Franzoesichen Viertel an einem grossen See im Zentrum Hanois liegt.Wenn man es erst mal geschafft hat den zahlreichen Mopeds und Fahrradfahrern erfolgreich auszuweichen, lohnten sich die Anstrengungen durchaus und wir genossen es durch die vielen kleinen Gassen zu schlendern und ins Vietnamesische Leben einzutauchen. Auch unser erstes lokales Essen entschaedigte fuer die Strapazen, so dass die Kaelte laengst vergessen war. Der Tag endete nach ein paar wohl verdienten Bierchen frueh im Bett unseres preiswerten Hostals, welches auch mit Strom nicht unbedingt charmanter wurde. Aber am naechsten Tag sollte es schon wieder frueh am morgen weiter gehen denn wir hatten fuer die folgenden zwei Tage eine Tour nach Halong Bay gebucht. Ohne organisierte Tour ist es leider schwer sich dort umzuschauen bzw. um auf eines der Boote zu kommen. Halong liegt ca. 3,5 Stunden von Hanoi entfernt und von dort steigt man dann auf eines der zahlreichen "Traumschiffe", die Touris wie uns hinaus zur Halong Bay fahren. Halong Bay gilt als eines der groessten Attraktionen Vietnams. Tausende von Felsen, die aus dem Meer ragen, erstrecken sich kilometerweit in der Bucht vor Halong. Landschaftlich schon recht schoen, aber insgesamt eine sehr touristische Veranstaltung – zu unserer Enttaeuschung. Aber von vorn: Wir wurden also morgens gegen 08:00 Uhr an unseren Hostal vom Bus abgeholt, der bereits mit Dutzenden Backpackern bis zum letzten Sitz vollgestopft war. Wir stiessen auf eine bunte Mischung aus Australiern, Canadiern, Polen, Hollaendern, Amerikanern und Franzosen die alle das gleiche Ziel wie wir hatten. In Halong angekommen wurden wir dann auf unser "Traumschiff" verfrachtet und schon ging es mit einiger Verspaetung raus aufs Meer. Vorbei an einem schwimmenden Fischeroertchen wurden wir bereits schon nach 30 Minuten vom Boot runtergefercht und besichtigten eine Tropfsteinhoehle. Wer wollte konnte danach noch Kajak fahren. Wieder zurueck an Bord kamen wir mit den anderen Backpackern schnell ins Gespraech und vergassen beim gemeinsamen Kartenspiel und Getraenk die Kaelte an Bord. Geschlafen wurde dennoch in voller Montur bzw. in allen Klamotten, die wir dabei hatten, da es verdammt kalt war! Somit kam trotz der durchaus schoenen Kulissen keine Romantik an Board auf.
Gegen Mittag des folgenden Tages ging es mit dem Bus schon wieder zurueck nach Hanoi. Die Zeit draengte, da wir unseren Anschlussbus weiter nach Hue bekommen mussten. Es blieben etwa 15 Minuten nachdem wir endlich in Hanoi ankamen, um zurueck zu unserem Hostel vom Vortage zu gelangen, da wir von dort von dem Nachtbus abgeholt werden sollten. Zu unserer Ueberraschung kam aber kein Bus, sondern ein “Kurier” auf dem Mofa. Er deutete uns auf Vietnamesisch an, dass wir beide mit unseren Rucksaecken und Daypacks aufsteigen sollten. Wir waren etwas verbluefft, denn schon fuer eine weitere Person allein, waere das Mofa bereits zu klein gewesen. Aber was nicht passend ist, wird hier passend gemacht und so fanden wir uns ein wenig spaeter zu dritt auf dem Mofa wieder und duesten durch die Strassen von Hanoi, immer hoffend, dass wir nicht umkippen oder irgendwo haengen bleiben. Aber die Vietnamesen sind Weltmeister wenn es darum geht, etwas auf dem Mofa zu transportieren – vom Kuehlschrank ueber Matrazen bis hin zum Sofa, alles wird auf dem Mofa von A nach B transportiert. Wir wurden dann an einer Bushaltestelle runtergelassen, ein Vietnamese der wie aus dem Nichts auf einmal auftauchte drueckte uns die zwei Bustickets in die Hand und verschwand genauso schnell wie er gekommen war. Hier stiegen wir also in den Nachtbus, der uns nach Hue bringen sollte. Er sah nicht aus wie auf den Hochglanzbildern der Travel Agency, aber das hatten wir schon erwartet und jetzt konnten wir es eh nicht mehr aendern. 14 Stunden fuhren wir also insgesamt und lagen wie die Oelsardinen auf Schlafbetten, Bea eingequetscht zwischen Phillip und einem nach Bratfett und Alkohol riechenden Franzosen. Verdammt anstrengend, aber auch das verbuchten wir unter der Rubrik "ok, es war mal eine Erfahrung".
Als wir morgens um 9 Uhr in Hue ankamen, waren die Temperaturen zum Glueck schon etwas hoeher, aber es regnete leider immer noch. Als wir den Taxi Fahrern und sonstigen Transporteuren, die jedesmal an den bekannten Backpacker-Bushaltestellen auf naïve Touristen lauern und ueberhoehte Fahrtkosten andrehen wollen, erst einmal entkommen waren, machten wir uns auf dem Weg zu unserem Hostal, um spaeter noch historische Sehenswuerdigkeiten zu besuchen. Da uns der Ort aber ansonsten nicht gefiel und das Wetter wie gesagt auch nicht mitspielte, entschlossen wir uns dazu, so schnell wie moeglich Richtung Sueden weiterzureisen, was am naechsten Tag der Fall sein sollte. Vorher goennten wir uns aber noch eine Massage fuer je 5 USD und trafen am Abend unsere Hollaendisch/Polnischen Backpacker-Freunde aus der Halong Bay zum gemeinsamen Essen.
Als wir am naechsten morgen auf den Bus warteten, lernten wir zwei sympathische Deutsche kennen mit denen wir eine unterhaltsame Busfahrt nach Hoi An hatten und uns daraufhin auch im gleichen Hostal einquartierten.
Hoi An war Balsam fuer unsere Seele, denn nicht nur das Klima war hier viel angenehmer und waermer, auch das Stadtbild war charmant und huebsch. Hoi An ist ein kleines niedliches Fischerdorf mit bunten Haeusern und vielen netten Cafes und Restaurants. Autos sind gluecklicherweise in der Altstadt verboten und somit konnten wir gemuetlich durch die kleinen Gassen schlendern und uns alles in Ruhe anschauen. Tolle Galerien und zig Schneiderlaeden zaeumten die Gassen und es war einfach herrlich, mal nicht die ganze Zeit vor hupenden Autos und Mopes fluechten zu muessen.
Im Anschluss schnappten wir uns noch zwei Fahrraeder, die unser Hostal vermietete und starteten unsere Erkundungstour rund um Hoi An. Abends sassen wir in netter Runde mit den Deutschen und dem Hollaendisch/Polnischen Paerchen, dass wir in Halong Bay kennengelernt hatten , beim gemuetlichen Bierchen zusammen.
Den zweiten Tag verbrachten wir erstmal mit einem ausgiebigen Fruestueck in der Sonne auf der Terrasse eines kleinen Cafes und beobachteten die Leute und Touristen, die an uns vorbei marschierten. Gut gestaerkt ging es auf den im Zentrum gelegenen Markt. Frische Kraeuter, Obst und Gemuese sowie Fisch und Fleisch wurden von alten vietnamesischen Frauen verkauft, die uns zu unserer Erleichterung keine grosse Beachtung schenkten. Denn ansonsten wird man hier wirklich an jeder Ecke angequatscht um Armbaender, bunte Laternen oder Postkarten zu kaufen.
3. Januar 2012
Bangkok - Happy new Year
Zunaechst einmal wuenschen wir Euch allen ein frohes, neues Jahr!
Wir haben am Flughafen von Dubai gleich zweimal aufs neue Jahr angestossen - einmal Ortszeit und einmal deutsche Zeit. Nach etwas Suchen fanden wir eine Bar am Airport, in der wir Alkohol bestellen konnten - na da war Silvester gerettet! Mussten auch gleich etwas mehr trinken, denn leider hatten wir neun Stunden Aufenthalt und die mussten ja irgendwie ueberbrueckt werden :-)
Bangkok und unsere Eindruecke fasse ich mal so zusammen: Eine laute, impulsive Stadt mit vielen bunten Gesichtern. Meist sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, die gern einen kurzen Plausch auf der Strasse abalten.
Toll und sehenswert, aber zwei Tage reichen hierfuer aus :-)
Morgen frueh geht es weiter nach Hanoi. Aus Vietnam gibt es dann ausfuehrlichere Berichte!
Wir haben am Flughafen von Dubai gleich zweimal aufs neue Jahr angestossen - einmal Ortszeit und einmal deutsche Zeit. Nach etwas Suchen fanden wir eine Bar am Airport, in der wir Alkohol bestellen konnten - na da war Silvester gerettet! Mussten auch gleich etwas mehr trinken, denn leider hatten wir neun Stunden Aufenthalt und die mussten ja irgendwie ueberbrueckt werden :-)
Bangkok und unsere Eindruecke fasse ich mal so zusammen: Eine laute, impulsive Stadt mit vielen bunten Gesichtern. Meist sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, die gern einen kurzen Plausch auf der Strasse abalten.
Toll und sehenswert, aber zwei Tage reichen hierfuer aus :-)
Morgen frueh geht es weiter nach Hanoi. Aus Vietnam gibt es dann ausfuehrlichere Berichte!
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